Der Bergfink (Fringilla montifringilla) ist ein Zugvogel zwischen Norden und Süden. Im Sommer lebt er in den Wäldern der nordischen Taiga, im Winter zieht er nach Mitteleuropa. Mit seinem kontrastreichen Gefieder und der rostorangefarbenen Brust ist er besonders in der kalten Jahreszeit ein auffälliger, aber meist nur kurz verweilender Gast.

In manchen Wintern jedoch wird seine Anwesenheit zu einem Naturereignis. In sogenannten Invasionsjahren sammeln sich Hunderttausende Bergfinken an gemeinsamen Schlafplätzen. Kurz vor Sonnenuntergang füllen riesige Schwärme den Himmel, kreisen in fließenden Formationen und lassen sich schließlich in dichten Wäldern nieder. Diese Massenschlafplätze bieten Schutz, Wärme und Orientierung – und gehören zu den eindrucksvollsten, zugleich seltensten Beobachtungen in der mitteleuropäischen Vogelwelt.

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Falklands - Der Weg ans Ende der Welt

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