Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) ist eines der bekanntesten Amphibien Mitteleuropas und mit seiner gelb-schwarzen Zeichnung eine ikonische Art unserer Laubwälder. Er lebt bevorzugt in feuchten, strukturreichen Wäldern mit sauberem Quell- und Bachwasser, das für die Entwicklung seiner Larven essenziell ist.
Als überwiegend nachtaktives Tier bleibt er meist verborgen und wird vor allem nach Regen aktiv. Er ernährt sich von Würmern, Schnecken, Asseln und Insekten, die er mit seiner schnellen, klebrigen Zunge erbeutet. Eine Besonderheit: Der Feuersalamander legt keine Eier, sondern bringt lebende Larven zur Welt, die direkt in Gewässern abgesetzt werden.
Aktuell ist die Art stark bedroht. Der eingeschleppte Pilz Batrachochytrium salamandrivorans (BSAL) verursacht eine tödliche Hautkrankheit und hat in Teilen Europas bereits ganze Populationen ausgelöscht. Hinzu kommen Lebensraumverlust und die Folgen des Klimawandels.
Der Feuersalamander gilt als wichtiger Indikator für intakte Wälder und Gewässer. Sein Schutz steht exemplarisch für den verantwortungsvollen Umgang mit sensiblen Ökosystemen. Achtsames Verhalten in der Natur und der Erhalt naturnaher Wälder tragen dazu bei, diese faszinierende Art auch in Zukunft zu bewahren.

