Afrika – Meine Reise in den Süden des Kontinents

Eine Einladung zu einem Naturschutzprojekt in Südafrika markierte den Beginn meiner fotografischen Reise nach Afrika. In einem privaten Reservat arbeitete ich an einem Projekt zur Wiederansiedlung von Löwen mit und erlebte meinen ersten intensiven Kontakt mit der afrikanischen Tierwelt. Neben Löwen rückten auch Vögel und andere Wildtiere in meinen Fokus. Gamedrives führten mich zu Elefanten, Zebras, Giraffen und vielen weiteren Arten – Erfahrungen, die das sprichwörtliche „Afrikafieber“ auslösten.

Einige Jahre später führte mich ein Gewinn erneut nach Afrika, diesmal nach Simbabwe. Zwischen dem Hwange-Nationalpark und dem Sambesi tauchte ich noch tiefer in die Wildnis ein. Geduld an Wasserlöchern, Begegnungen mit Leoparden, Elefanten und Wildhunden sowie die besondere Atmosphäre aus Stille, Licht und Geräuschen prägten diese Zeit. Trotz schwieriger Bedingungen wie Dürre, Hitze und Staub entstanden authentische, nicht inszenierbare Momente.

Afrika ist fotografisch herausfordernd und überwältigend zugleich. Wechselndes Licht, große Distanzen und begrenzte Ausrüstung verlangen Geduld und Reduktion – Qualitäten, die meine Bildsprache bis heute prägen.

Ein besonderer Meilenstein war der erste Platz beim European Nature Photographer of the Year in der Kategorie Säugetiere mit einer minimalistischen Aufnahme eines Elefanten.

Unabhängig vom Kontinent gilt für mich: Wildtiere brauchen Schutz und Sichtbarkeit. Fotografie kann Nähe schaffen, Verständnis fördern und Verantwortung wecken. Für diese Erfahrungen und die Möglichkeit, ein Stück afrikanische Wildnis festzuhalten, bin ich sehr dankbar.

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Der Luchs

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Ascension Island, eine einsame Insel im Atlantik